FENSTERBAU FRONTALE - Industrie 4.0 hält Einzug im Fensterbau

796 Aussteller aus 37 Ländern präsentierten auf der FRONTALE in Nürnberg innovative Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Fenster-, Türen- und Fassadenbau. Zu den Themenschwerpunkten zählten u.a. die Digitalisierung der fertigenden Industrie und die Nachwuchsförderung im Handwerk. Als Unternehmensberatung für die Auswahl und Einführung von produktionsnahen Anwendungssystemen standen bei unserem Besuch die branchenbezogenen Trends der IT-Systemanbieter für den Fensterbau im Fokus.

Bereits heute setzen sich Unternehmen wie der belgische ERP-System-Anbieter Quadrature sa (WINPRO) mit dem Thema Building Information Modeling (BIM) auseinander. Das BIM beschreibt vernetzte Planungs- und Arbeitsprozesse, bei der Planer und Gewerke gemeinsam an einem digitalen Modell eines Objekts arbeiten können und stets denselben Informationsstand haben. Für eine flächendeckende Einführung der vernetzten Fertigung müssen zunächst noch einige Hürden genommen werden. Hierzu hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ein Programm aufgesetzt, welches bis 2020 den regelmäßigen Einsatz von BIM ermöglichen soll. Ein konkreter Ansatzpunkt für Industrie 4.0 im Baugewerbe.

Da verstärkt osteuropäische Hersteller in den Markt drängen, bedarf es für deutsche Hersteller zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit effizienter Prozesse und einer sinnvoll integrierten IT-Unterstützung. Da Aufmaß- und Montageplanungen mit Hilfe von z.B. Excel nicht mehr zeitgemäß sind, rückt bei der Erstellung von Anwendungssystemen das Thema Objektabwicklung zunehmend in den Vordergrund. Neben PrefCo, die mit ihrer Softwarelösung PrefSuite bereits seit mehreren Jahren Unterstützungen bei der Objektabwicklung anbieten, zeigte auch Klaes auf der FRONTALE eine aktuell in Entwicklung befindliche Lösung zur Montageplanung.

Unter der Überschrift Metallbau 4.0 stellte der Software-Hersteller Orgadata gemeinsam mit seinen Partnern vor, wie der Metallbau der Zukunft aussehen könnte. Durch die Integration verschiedener Software-Lösungen gewinnt der Herstellungsprozess an Flexibilität und ermöglicht so eine optimale Steuerung einzelner Vorgänge.

Es bleibt festzuhalten, dass das Thema Industrie 4.0 für den Fensterbau zunehmend an Bedeutung gewinnt und die Hersteller sich der damit verbundenen Herausforderungen annehmen. Es herrscht Konsens darüber, dass einige notwendige informationstechnische Voraussetzungen erst noch geschaffen werden müssen. Der Grundstein für eine standardisierte, zunehmend vernetzte und in ihren Produkten hochflexible Fertigung scheint jedoch gelegt. Insgesamt blicken die Veranstalter und Aussteller sehr zufrieden auf die FRONTALE 2016 zurück, die in diesem Jahr zusammen mit der Messe Holz-Handwerk mehr als 100.000 Besucher verzeichnen konnte.

Weitere Infos zur FENSTERBAU FRONTALE.

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